Glänzende Aussichten: Würzburger Partnerkaffee engagiert sich bei globalisierungskritischer Ausstellung!

Kreuz und quer über den Planeten zieht sich eine einzige, gewaltige Zündschnur. Wo die Bombe ist? Der zündelnde Mann im lila Dress hat keine Ahnung. Dabei ist die Bombe ganz in seiner Nähe. „Und sie wird losgehen“, prophezeit Klaus Veeh, Geschäftsführer des Vereins Würzburger Partnerkaffee, bei der Eröffnung der Misereor-Ausstellung „Glänzende Aussichten“ mit 70 globalisierungskritischen Karikaturen. Noch bis 23. März ist die Schau in der Kirche Stift Haug zu sehen.

Seinen eigenen kleinen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten, genau dazu fordert die Ausstellung auf. Viele Menschen tun das schon in Würzburg. Klaus Veeh etwa setzt sich über den Verein „Würzburger Partnerkaffee“ dafür ein, dass Kleinbauern in Tansania einen gerechten Lohn für ihre Kaffeeernte erhalten.

Die Karikaturen entlarven mal amüsant, mal sarkastisch, wie absurd, dumm und herzlos sich Konsumenten, angeblich allesamt mündige Bürger, oft verhalten. Till Mette, mit dem Deutschen Karikaturenpreis in Gold ausgezeichnet, lässt zwei Frauen im Laden über einen Pullover sinnieren. „Oh, mit eingenähtem Hilferuf!!!“, meint die eine: „Das bringt auf Ebay richtig Geld.“

Organisiert wurde die Schau vom Eine-Welt-Forum Würzburg, dem Verein Würzburger Partnerkaffee, der Diözesanstelle Mission Entwicklung Frieden und der Pfarrei St. Johannes in Stift Haug.

Gruppen und Schulen können (für Schüler ab der dritten Klasse) Führungen durch die Ausstellung bei Klaus Veeh buchen: klaus.veeh@bistum-wuerzburg.de, Tel. (09 31) 38 66 51 21.

Text und Bild: Pat Christ