Was ist Fairer Handel?

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
Aus Afrika

Fair gehandelte Produkte werden von Kleinbauern oder kleinen Handwerkergruppen produziert, die im weltweiten Handel massiv benachteiligt sind. Im Fairen Handel werden langfristige, partnerschaftliche Beziehungen zwischen Händlern und Erzeugern angestrebt. Ziel ist dabei eine nachhaltige Entwicklung. In der Produktion sollen internationale sowie vorgeschriebene Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden.

Die ersten Fair-Trade-Organisationen entstanden in den 1950er Jahren in Nordamerika. In Europa verbreitete sich der Fair Handels-Gedanke verstärkt in den 1960er Jahren.

Fairer Handel unterliegt den gleichen Zöllen und Beschränkungen wie jeglicher andere Warenhandel. Er setzt auf die Bereitschaft des Kunden, aus Solidarität höhere Preise zu akzeptieren, die sich daraus ergeben, dass die Produzenten deutlich besser bezahlt werden und so von ihrer Arbeit leben können.

Der Faire Handel zeichnet sich aus durch

  • Zahlung eines fairen Preises an die Produzenten
  • langfristige Handelsbeziehungen
  • Vorfinanzierung des Ertrags auf Wunsch
  • umweltverträgliche Produktion
  • keine ausbeuterische Kinderarbeit
  • Beratung und Fortbildung

Der Faire Handel bietet den Produzenten

  • eine menschenwürdige Existenz
  • mehr Geschlechtergerechtigkeit
  • Bildungschancen für Kinder
  • Unterstützung bei der Umsetzung von Sozialprojekten

Deshalb ist der Faire Handel ein Zeichen gegen Armut und Ausbeutung, und ein Beitrag für Gerechtigkeit.